Woche des Sehens

...mit Handicap unterwegs mit REBUS

In der Woche des Sehens, am 11.10.2018, hat sich unter dem Motto der Woche des Sehens „Mit anderen Augen“ ein Aktionsbündnis bestehend aus dem Unternehmen Rebus, der Gebietsgruppe Bad Doberan des Blinden- und Sehbehindertenvereins MV e. V, dem sich in Gründung befindenden Behindertenbeirat der Stadt Bad Doberan, dem Seniorenbeirat der Stadt Bad Doberan sowie der Verkehrswacht und dem Johanniterhaus der Stadt Bad Doberan zu einem Aktionstag zusammengeschlossen, um mit unterschiedlichen Blickwinkeln die Nutzung der Linienbusse in unserer Region zu betrachten und Lösungen zu erörtern, die allen Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen eine möglichst selbstbestimmte Nutzung der regionalen Busse ermöglicht. Bis 2021 müssen alle Linienbusse nach den gesetzlichen Bestimmungen so umgebaut bzw. neu angeschafft werden, dass der Zutritt in die Busse und damit der öffentliche Nahverkehr frei von Barrieren bzw. arm an Barrieren ist.

Das Unternehmen Rebus stellte für diesen Tag einen Linienbus und einen kleinen Stadtbus, der in der Stadt Bad Doberan verkehrt, zur Verfügung. Ganz praktisch konnten sich Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und interessierte Bürger/Innen über die Möglichkeiten und Grenzen der Beförderung im öffentlichen Nahverkehr informieren. Szenen wurden nachgestellt, um Situationen mit besonderen Schwierigkeiten zu simulieren und zu verdeutlichen. Die Busfahrerinnen und Busfahrer von Rebus werden mit Unterstützung der regionalen Behindertenverbände regelmäßig und wiederkehrend geschult und für die unterschiedlichsten Bedarfe von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit Auswirkung auf die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln sensibilisiert. Im Rahmen der Veranstaltung wurde aber vor allem deutlich, dass es vieler Komponenten bedarf, um eine barrierearme Beförderung zu sichern. Die technische Umsetzung in den Verkehrsmitteln, die Schulung und Sensibilisierung der Busfahrerinnen und Busfahrer, die Ausgestaltung der Haltestellen, die wiederkehrende Sensibilisierung der Mitbürger/Innen und die wiederkehrenden Informationsveranstaltungen für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zum Thema Fahrgastrechte und Fahrgastpflichten sind die Bausteine für eine erfolgreiche und sichere Beförderung im öffentlichen Nahverkehr. Denn sehr deutlich konnten die Beteiligten dieses Aktionstages feststellen, dass die fachgerechte Nutzung und Sicherung ihrer Hilfsmittel (Rollstuhl, Rollator, Gehhilfen, Blindenlangstock, Blindenführhund), aber auch die fachgerechte Sicherung von sonstigen Gegenständen, wie Koffer, Fahrräder und Kinderwagen sehr wichtig ist, um eine entspannte und sichere Beförderung im Bus zu gewährleisten. Die wichtigste Erkenntnis des Tages war, dass eine wertschätzende Kommunikation zwischen den Fahrgästen und den Busfahrer/Innen stattfindet und Unterstützungsbedarf angezeigt wird. Feedback ist herzlich willkommen zum Thema Nutzung der Busse in unserer Region in den Kundenzentren Rostock und Güstrow. Alle weiteren Daten zum Unternehmen Rebus finden sie auf der Internetseite www.rebus.de. Die Beteiligten des Aktionsbündnisses wünschen allen Fahrgästen mit und ohne Behinderung sicheres Reisen im Landkreis Rostock.    

Katharina Odening
Vorstandsmitglied der Gebietsgruppe Bad Doberan
des Blinden- und Sehbehinderten-Vereins M-V e.V.